3D Animation

Pre-Production

Titelmusik von Jan-Soeren Haas

Jepppp! We proudly announce:

Die Titelmusik zu „The Canterville Ghost“ stammt aus der Feder des deutschen Komponisten, Autoren und Medien-Ingenieurs Jan-Soeren Haas (jsh-audio.de).

Jan-Soeren Haas
arbeitete an zahlreichen Theater- und Musikproduktionen mit.  Im Bereich Sound Design war er unter anderem für das Staatstheater Mainz, die Schwetzinger Festspiele sowie für den Hörfunk tätig. Seine Musik ist Bestandteil der „Proudmusic“ Musik-Library und er schrieb auch einen Teil der Musik zum preisgekrönten Hörspiel „Schwarzes Gold“ nach Jules Verne (Hörspiel-Award.de).

Hier der Trailer zum Hörspiel “ Schwarzes Gold“ nach Jules Verne[vimeo http://vimeo.com/6071901 w=590&h=332]

Dazu noch ein Interview mit Jan-Soeren Haas.

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Wie lang dauert das denn?

Jonathan D. Denning, William B. Kerr und Fabio Pellacini vom Dartmouth College, bzw. letzterer von der Sapienza Universität in Rom, erstellten eine Untersuchung über den Aufwand beim Modellieren von 3D-Objekten. Sie präsentierten ihr Ergebnis bei der diesjährigen SIGGRAPH conference. Daraus hier eine Grafik, die vielleicht einen kleinen Überblick über den Aufwand eines Modelierungsprozesses gibt – wohlgemerkt mit Zeiten von erfahrenen Modelern:

Zum Vergrößern anklicken!


Charaktere Teil 1

Ich möchte nun einmal nach und nach die Protagonisten der Story vorstellen. Hier die ersten vier:

Sie sind im Stil englischer Karikaturen geschaffen und haben ihre Vorbilder in alten Grafiken oder Gemälden aus der viktorianischen Epoche.

Mr. Otis: Der amerikanische Käufer des Schlosses. Er glaubt nicht an Gespenster und zieht mit seiner Familie in Schloss Canterville ein.

Lord Canterville: Der Vorbesitzer des Schlosses. Er will es nicht versäumen den modernen Mr. Otis deutlich darauf hinzuweisen, dass es in seiner neuen Heimstatt heftig spukt.

Die Duchess of Bolten: Eine Tante von Lord Canterville. Sie hatte einst ein höchst unerfreuliches Zusammentreffen mit dem Gespenst, von dem sie sich nervlich nie wieder so ganz erholte.

Mrs. Umney: Die Haushälterin, traditionsbewusst, beherzt und zupackend. Obwohl sie das Gespenst fürchtet, hält sie es doch für einen Teil der Tradition des Hauses.


How to make an animated movie

Der ganze Trick beim Trickfilm-Machen:

Werbekampagne von (c) Canal+, Realisierung BETC EURO RSCG, Paris. Zum Vergrößern anklicken.


Es sind 11 …

Jetzt steht die gesamte Darstellerriege fest. Insgesamt wirken 11 menschliche Charaktere mit:  9 in Sprechrollen, 2 in stummen Rollen. Dazu noch etwa ein Dutzend Passanten für den Hintergrund. An Tieren treten 3 Pferde, mehrere Vögel und Schmetterlinge, sowie eine Eule auf. Die stummen Rollen und die Passanten sind noch zu designen.

Gedreht wird in insgesamt 14 verschiedenen Sets, zwei davon sind Landschaften und alle anderen Innenräume. Vier Sets sind noch zu bauen. Außerdem fehlen noch jede Menge Props, von der Kutsche bis zum Esslöffel.


Drehbuch überarbeitet

Um die Filmlänge des CantervilleGhost-Projekts halbwegs überschaubar zu halten, habe ich das Drehbuch nochmal überarbeitet. Jetzt dürfte der Film etwa 30 Minuten lang werden.

Zwei mal zwei Szene wurden zusammengelegt (spielten eigentlich an verschiedenen Tagen – jetzt jeweils an einem) und eine Figur entfällt (Washington Otis).

Zwar soll der Film sich so weit wie möglich an die Originalvorlage halten (da alle bisherigen Verfilmungen das nicht taten), aber der eine oder andere Kompromiss ist einfach nötig, um das Projekt stemmen zu können.


Was bisher geschah:

09. Okt 2008: Blender im Internet gefunden, sofort  download, installiert, getestet und .. frustriert (also ganz klassisch)

Fast ein halbes Jahr nicht mehr angefasst.

14. Mär 2009: Erste wage Idee zum Film. An diesem Datum das erste Projektverzeichnis angelegt.

In den folgenden Monaten Ideen fürs Drehbuch entwickelt und parallel Materialen (Texturen, Sounds, etc.) gesammelt. Versucht die Bedienung von Blender zu verstehen. Tutorials durchgearbeitet, viel probiert, viel geflucht ..

22. Jun 2009: Nach intensiven Übungen mit Blender neue Hoffnung gefasst. Blender eine zweite Chance gegeben. Startphase für CantervilleGhost-Projekt eingeleitet. Ärmel hochgekrempelt. Entweder bricht Blender oder ich .. jawollll!

08. Okt 2009: Endlich erstes für CantervilleGhost angelegtes blend-File fertig. Hollywood, wir kommen!

26. Nov 2009: Frustriert überlegt mir ein anderes Hobby zuzulegen. Alles wieder liegen lassen.

17. Mär 2010: Blender eine dritte Chance gegeben. Zweites blend-File für CantervilleGhost-Szene angelegt.

30. Jul 2010: Durch monatelange, verbissene Zähigkeit erste halbwegs brauchbare Szene animiert. Und die hatte gerade mal einen Charakter. Auf meinem uralt-PC alles zum Testen noch richtig durch-gerendert. Diese Szene aber dann bis …

31. Okt 2010: .. verbessert, daran herum gefuhrwerkt. Jetzt endlich erste Szene (quasi-)final gerendert. Heureka! Die  Szene hatte an die 500.000 Verts, 80.000 Partikeleinheiten, war 118 Sekunden lang und brauchte 14 Stunden Renderzeit.

01. Nov 2010: Renderer ist  endlich fertig. Die erste Szene! Ganz baff zwei Tage lang das Ergebnis in Endlosschleife angesehen. Dann beschlossen endlich doch riggen zu lernen.

19. Dez 2010: Zweite CantervilleGhost-Szene angelegt, animiert. Szene drei angelegt. Danach die Filmlänge final mal kurzerhand auf etwa 12 Minuten geschätzt. Kein Problem, die Hälfte haben wir ja schon  (oh, wie blauäugig …)

21. Feb 2011: Mit Szene drei ins stocken geraten – also CantervilleGhost-Szene vier angegangen.

13. Mär 2011: Hey! Szenen zwei, drei, vier und fünf fertig. Irgendwie läuft es jetzt schon etwas flotter. Eine gewisse Einübung macht sich bemerkbar. Filmlänge jetzt im Rohschnitt 14 Minuten.

21. Mär 2011: Rumms! Endlich Tonaufnahmen und -Schnitt fertig. Panik! Provisorisch abgemischte Tonspur mit allen Dialogen und der gesamten, ausführlichen Zwischenmusik ist (schluck) 42 Minuten lang. Kurz überlegt – aber jetzt ist es für einen Hobbywechsel zu spät.

23. Mär 2011: Tonspur gekürzt, aber 28 – 32 Minuten werden es wohl. Also: Drehbuch überarbeitet .. Bombadil fliegt raus .. äh .. oder wie der hier heißt. Zusatzszenen müssen erstellt werden. Seit dem: Im Akkord neue Lippensynchron-Szenen geblendert. Himmel, was quasseln die alle so lange …

Somit ist aktueller Stand: Es werden weitere sieben Zusatzszenen gebraucht. Und, tja, daran arbeite ich gerade …

Happy blending.