3D Animation

Post-Production

RenderPilot Version 2.0

Nachdem einiges an Wünschen für weiteren Features einging, ist eine neue Version des RenderPilots in Vorbereitung. Dies wird quasi die „Profiversion“ für anspruchsvolle Renderer :-). Und hier ein erster Blick auf die neue Programmversion – direkt aus der Montagehalle:
RenderPilot2
Zu den zahlreichen Neuerungen gehören u.a.:

  • Menü-Steuerung
  • Anzeige der geladenen Version von Blender
  • Anzeige der Jobliste als Tabelle
  • Anzeige der blend-File-Werte (Datum, Zeit, Blenderversion)
  • Jobs kopierbar
  • Render-Scene auswählbar
  • Camera auswählbar
  • Render-Fortschrittsanzeige mit vorausberechneter Renderdauer/-endzeit
  • Anzeige von letzter Renderdauer
  • Anzeige der dateiinternen Frame- und Outputformat-Werte
  • Verlustfreie Render-Unterbrechung mit der Möglichkeit später weiterzurendern
  • Datum/Zeit-Anzeige auch im US-Modus
  • Einscannen eines Verzeichnisses mit blend-Files in Renderjobs
  • Einlesen von Render-Batch-Dateien in Renderjobs
  • Ausgabe von Joblisten in Render-Batch-Dateien
  • Fehlerkontrolle für Renderer

Somit wurden viele der User-Vorschläge umgesetzt und eine Menge an neuen, hoffentlich nützlichen Features hinzugefügt. Damit dürfte RenderPilot zu den entsprechenden Batch-Rendersteuerungen kommerzieller Programme aufgeholt haben – oder sie sogar hinter sich lassen 🙂

Die neue Version ist übrigens absolut dateikompatibel zur Vorversion, kann also vorhandene Joblisten verarbeiten.

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Die Sache mit der Ölflasche

Ich bin noch dabei, die Szenen zu ‚finishen‘. Insbesonders die Animation braucht noch einiges an Politur. Dennoch will ich mal etwas mehr vom Film zeigen. Hier die Szene, in der das Gespenst seinen ersten Versuch startet die Parvenüs zu ertschrecken:  Die Sache mit der Ölflasche …


Die Zeit läuft aus dem Ruder

LordC_Gallery_weitSeit jüngster Zeit habe ich schwere Probleme mit dem VSE beim finalen Rausrendern meines Films. Der 3D-Animationsfilm ist jetzt 44:35 Min lang und besteht aus ca. 230 Einstellungen, die sämtlich mittels Blender-Intern in AVI-RAW gerendert wurden – allerdings teilweise mit v2.62 und zum Teil mit 2.68. Und diese Mischung macht wohl Probleme.

Zum einen ließ sicht plötzlich das Schnittfile nicht mehr in 2.62 laden. PANIK! .. ok, ich bin dann auf 2.68 umgestiegen und dann gings wieder. Aber …

Nachdem ich dann die Eröffnungsszene (ursprünglich mit 2.62 gerendert) nach einer Änderung erneut mit 2.68 renderte, war anschließend der Wurm drin. Im Testlauf im VSE war zwar alles in Ordnung, aber im fertigen Film (MPEG) lief der Ton korrekt aber das Bild mit ca. doppelter Geschwindigkeit. Ich tippte auf ein Timecode-Problem (welches Blender ja schonmal hatte).

Und tatsächlich, als ich die Szene mit VCDGear lud, zeigte das Teil jede Menge fehlerhafter Sync-Blöcke an. Blender, bzw. das FFmpeg hat da offensichtlich ein Problem. Alles herumspielen mit TimeCode/Proxy/etc. brachte nichts. Einzige Lösung: Mit VCDGear laden, reparieren lassen und wieder abspeichern. Dann liefs …

Von wegen … Jetzt rendert Blender 2.68 zwar Bild&Ton synchron raus, bleibt aber irgendwann nach 20 – 30 Minuten stehen -> Keine Rückmeldung. Stets an einer anderen Stelle. Mist! Blender sollte doch mit den selbst erzeugten Files klar kommen.

Wenns ganz blöd läuft, muss ich alle 230 Einstellungen nochmal mit v2.68 rendern … oh Heiliger Zarquon …

NACHTRAG: Durch einen Tipp bei Blendpolis.de konnte das Problem behoben werden. Ich schneide den Film jetzt mit der Blender-Version 2.66a – die hat die genannten Defekte offenbar nicht und arbeitet einwandfrei.

Ich hätte auf mich hören sollen. Wie ich bereits in einem Beitrag schrieb, scheue ich eigentlich jeden Blender-Versionswechsel während der Produktion. Das bringt meist zusätzlichen Ärger. Also zurück von 2.68 zu 2.66a!


Synchron-Schnittchen

Das Anlegen des Tons der einzelnen Szenen kann recht fisselig werden. Da muss ein Soundtake oft aufs einzele Bild genau plaziert werden. Nach einigen Versuchen habe ich mir Blender so konfiguriert, dass es mir die Arbeit erleichtert.Screen001Ein Wunsch bleibt dabei aber noch offen. Im unteren Teil habe ich die Bild- und Tonspuren und im mittleren Bereich den Courve-Editor zum Animieren der Bild- und Ton-Effekte (rosa Linie). Zwar sind in beiden Fenstern die grünen Cursor-Anzeigen stets synchron (zeigen also auf das gleiche Frame), aber die Fenster scrollen nicht synchron. Wenn ich in unteren Editor den sichtbaren Bereich nach rechts oder links scrolle, verschiebt sich der Inhalt des mittleren Fensters nicht mit. Und das bedeutet -> Ich dreh am Rad. Also am Mousewheel. Und  zoome, verschiebe, zoome, schiebe, zoome, usw. .. bis beide Fenster wieder die gleiche Filmstelle zeigen. Es wäre schön, wenns da eine Automatik gäbe … Man kann wohl nicht alles haben. 🙂


VFX: Mit dem Oscar® in die Pleite

GruenDas nebenstehende Grün zeigt die typische Greenscreen-Farbfläche, wie sie bei Realaufnahmen an jenen Stellen im Bild plaziert wird, an denen später noch am Rechner erstellte VFX-Bildteile eingesetzt werden. Und dieser Greenscreen ist jetzt ein Protestzeichen.

Zur Zeit protestieren weite Bereiche der VFX-Branche gegen die aktuelle Kriese. Ein VFX-Studio nach dem anderen geht in die Insolvenz und VFX-Artists sind die Leidtragenden. Nicht selten stehen sie urplötzlich auf der Strasse und warten auf ihr Geld. So war es ein Schock als die von James Cameron gegründete Digital Domain dicht machte. Pixomondo ( Oscar® für ihre Arbeit an Martin Scorseses Hugo) schließt ihre Niederlassungen in London und Detroit. Jüngstes Beispiel ist Rhythm & Hues (R&H), die VFX-Schmiede, die für die Effekte im Oscar®-prämierten Life of Pi verantwortlich zeichnete. Quasi während dem R&H-Team für diese Arbeit der dritte Oscar® für “Best Visual Effects” überreicht wurde, verloren sie z.T. noch unbezahlt ihren Arbeitsplatz, da R&H Insolvenz anmeldet hatte.

Creative Commons (Name, NonCommercial)Jeff Heusser

Foto: Jeff Heusser, Creative Commons (Name, NonCommercial), von flickr vfxunite

Mit verantwortlich für die Situation wird der harte Konkurenzdruck gemacht, innerhalb dessen sich VFX-Studios gegenseitig unterbieten um prestigeträchtige Projekte an Land zu ziehen. Als weiterer Grund gelten die hohen Vorlaufkosten für Research & Development, die VFX-Unternehmen haben, um Effekte zu kreierern, die mit Standardmittel nicht zu erzielen sind. Wenn dann Aufträge verschoben oder zurückgezogen werden, geht das rasch an die Substanz.

Wer hätte sowas noch vor Jahren für möglich gehalten, aber während der diesjährigen Oscarverleihung gingen fast 500 Artists von VFX-Unternehmen in Los Angeles auf die Straße und demonstrierten vor dem Dolby Theater. Auch in New York, Neuseeland und Kanada kam es zu Protesten->  s. Hollywood Reporter und FX Guide.

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Raschel, Tock, Ploing

Zurzeit schreibe ich etwas weniger hier im Blog, was daher kommt, dass ich voll mit der Produktion beschäftigt bin. In den letzten Tagen und Wochen wurden einige Szenen verbessert und vor allem der Soundtrack vervollständigt.

Das obige Bild zeigt z.B. einen Ausschnitt aus den Tonspuren der ersten 10 Minuten. Nach den Bildspuren (unten, blau) folgen mehrere Musik- und Dialogspuren und darüber so um die 25 Effektspuren.

Es ist manchmal erstaunlich wieviele Soundtakes nötig sind um einen kleinen Filmmoment so recht lebendig werden zu lassen. Überschlagsmäßig rechne ich mit so etwa 100 Soundtakes pro Minute. Das ergäbe dann so an die 3000 für den ganzen Film. Das kann hinkommen.

Wer sich jetzt fragt, warum das so viele sind, dem gebe ich zu bedenken, dass ein Trickfilm nun mal keinen O-Ton hat und alles, aber auch alles an Geräuschen aus der Soundbibliothek hinzugefügt werden muss. Dabei verlasse ich mich auf mein in Jahren aufgebautes, recht brauchbares und recht umfangreiches Soundarchiv. Es enthält vor allem native Geräusche – soll heißen isolierte Einzelgeräusche. Also nicht „Autounfall“, sondern „ReifenQuitschen6“, „Glasbruch18“, „Metallschlag14“ plus „Schaben21“. Dadurch lassen sich Klangkompositionen genau aufs Bildgeschehen hin zusammenstellen. Und Spass macht es auch noch, wenn man sich seine Klänge so individuell selbst strickten kann 🙂

Aber es macht natürlich Arbeit. Gestern abend hatte ich das Scheppern des Teeservice auf dem Tablett in der Hand der erschrockenen Haushälterin. Mit all dem Porzellan-, Glas-, Metalllöffel-, Flüssigkeitsgluckser- und Holz-Geräuschen (inklusive der Comic-„Wusch’s“) waren es 12 quasi-parallel angelegte Takes für mal gerade eine halbe Sekunde.

Dumm ist nur, dass Blender zwar grundsätzlich damit zurechtkommt, sich aber gelegentlich, beim zu schnell hintereinander gestarteten Testhören, an den vielen kleinen Takes verschluckt und abstürzt. Dann bleibt dir nichts anderes übrig als Neustart & Alles-Nochmal-Bitte. PLOOIIINNNNG …

PS: Aus dem Nähkästchen geplaudert: Wenn man manchmal so nachts um 3 langsam müde wird, kommen einem die blödesten Einfälle. Als das Gespenst sein unheimliches Leuchten verliert und erst nach etwas Klopfen aufs eigene Skelett wieder in Neongrün erstahlt (siehe Trailer), legt man fürs „Licht-wieder-an“-Geräusch auch gerne mal den Windows-Boot-Sound an 🙂 .. und entfernt es nach dem Abkichern ganz schnell wieder.


Erstes Poster

 

Dies ist der erste Versuch eines Filmposters zu „The Canterville Ghost.“:

Das ist mal eine Grundidee. Es wird aber noch eine zweite Variante geben.


Das Einjährige

Mit dem heutigen Tag besteht dieser Blog genau ein Jahr. Ein Jahr in dem ich vor allem über den Fortgang meiner Film-Projekte berichteten wollte. Nun ja, wenn etwas zu bereichten war. Denn was ich auch lernen musste, war, dass sich ein solches Vorhaben, wie „The Canterville Ghost“, doch ziemlich ausweiten kann.So sollte der Film eigentlich im Frühjahr 2012 erscheinen (verlängert vom einst geplanten Termin Winter 2011), aber ich sitze immer noch daran.

Zeit für einen Status:

Der Film ist 36 Minuten lang und in der Rohfassung geschnitten und vertont. Inklusive mehrerer hundert Schnitte, aller Sprechertakes und etwa 80% aller Soundeffekte.

Aber (!) zwei große Szenen, je etwa 3 Minuten lang (der Ausritt und The Forgiveness) sind noch noch nicht fertig. Dafür sind im Film z.Z. nur Standbilder eingeschnitten. Doch genau diese Szenen sind extrem aufwendig. Die erste wegen eines großen Sets mit einem Park samt Wiesen, Wäldern, Wasserfällen, Bächen, Brücken und romantisch herniederrieselnden Blütenblättern – und die zweite wegen extrem vieler Effekte, die eine komplette Geisterwelt eingebettet in eine reale Welt zeigen sollen. Dazu kommt, dass die eine Szene sehr romantisch und die andere recht tragisch wirken muß. Wenn man das nicht subtil macht, wird’s kitschig oder dämlich – meinst sogar beides.

Und jedesmal, wenn ich die so großartigen Sachen von anderen CG-Filmern sehe, denke ich, dass meine Arbeit da längst nicht mithalten kann. Dann fange ich regelmäßig an, Sachen nochmal zu überarbeiten. Und wieder. Und nochmal …

Je öfter man sich Szenen ansieht, je mehr Verbesserungsfähiges fällt einem auf.

Ich gebe auch gerne zu, dass ich zwischendurch mal größere Pausen in der Filmerstellung einlege. So gibt es dann den einen oder anderen Monat, wo man etwas die Lust verliert. Doch irgendwann pakt es einen wieder und man wird von neuen Ideen und Tatendrang erfaßt.

Also, was solls! Als One-Man-Studio können mir alte Deadlines sonstwo vorbei gehen. Es wird weiter gemacht und dann auch irgendwann fertig werden! Es dauert halt noch etwas …


Ab in die Dritte Dimension

Ürsprünglich bestand ja der Plan „The Canterville Ghost“ zusätzlich auch in einer stereoskopischen Version (Anaglyph) herauszugeben. Die ersten Tests, um die fertigen 2D-Szenen in 3D zu rendern, sind jedoch nur zum Teil geglückt. Hier einigen Bilder der 3D-Szenen (Rot/Cyan Brille):


Das sind erste Versuche. OK, an der Farbintensität muss noch gearbeitet werden. Allerdings scheint es größere Schwierigkeiten bei der Verwendung von Defocus(Tiefenschärfe) in der 3D-Fassung zu geben. Hier zum Beispiel sind die Ränder der Figuren arg ausgefranst:

Für diejenigen, die jetzt keine Rot/Cyan-Brille zur Hand haben: Gemeint ist z.B. die Schulter der Person rechts. Sie weist „grisselige“ Kanten auf und sieht in 3D aus, als würden Stoffpartikel des Anzugs „ausdampfen“. Auch sein Haar löst sich scheinbar vom Kopf …

Also so kann ichs nicht lassen. Wenn sich das nicht verbessern lässt, werde ich wohl auf die stereoskopische Version verzichten … hmm ..


Darfs etwas schärfer sein?

Ich bin mir noch nicht ganz schlüssig über die endgültige Bildauflösung. Durch den alten, nicht so leistungsfähigen Rechner, hatte ich lediglich ein Auflösung von 800 x 450 (= 16:9) vorgesehen. Aber jetzt, mit der neuen Maschine, wäre eine etwas höhere Auflösung möglich. Das hier wäre zum Beispiel das Doppelte (1600 x 900):

Zum Vergrößern bitte anklicken.

Zum Vergrößern bitte anklicken.

Mal sehen, was die Kollegen in Blendpolis.de so empfehlen.

Nachtrag: Nach Beratung mit den Blender-Enthusiasten in Blendpolis.de wird es das 720p-Format werden (1280×720 Pixel).


In den Katakomben

Szene 14 hat es in sich: Es ist das dunkelste Set des Films. Seit Tagen fummle ich an der Beleuchtung herum, denn die Szene ist mal zu dunkel und mal zu hell. Aber leuchte mal einen Raum ohne Lichtquellen und Fenster aus …

Uff. Wie auch immer, dieses Wochenende läuft das finale Rendering der Szene. Und wenn man später nichts sieht, behaupte ich einfach, das sei so gewollt 🙂


Und das ist DoF

Zur Zeit kämpfe ich mit der Schärfentiefe („Deep Of Field“). Die meisten Szenen sollen einen definierte Schärfentiefenbereich erhalten.

Das macht zwar Arbeit, aber es steigert die Atmosphäre der Einstellungen. Selbst dann, wenn der Effekt nur klein ist. In dieser Szene der Großen Halle z.B.  liegt der Tisch in der Mitte, samt dem Farn darauf, genau im Schärfebereich – die vordere Klaviatur, wie auch die rückwärtige Wand sollen hingegen leicht unscharf sein.

Extremer wird das bei Nahaufnahmen.

Entweder muss der nahe Vordergrund verschwimmen …

 

 

.. oder der ferne Hintergrund.

Das Problem ist dann, dass die unscharfen Bildteile zu pixelig dargestellt werden und zu flackern beginnen. Und das ist dann nicht DoF, sondern doof!


Etwas blass um die Nase

Nun bin ich gerade beim Schnitt und schon kommt die nächste Überraschung. Irgendwie fiel mir plötzlich auf, dass der Film, den der Sequencer(Video-Editor) von Blender letztendlich erzeugt, so merkwürdig blass wirkt. Und tatsächlich, im final gerenderten Film sind die Farben merkwürdigerweise stark reduziert:

Was’n nu los? Das kann man so nicht verwenden. Harry, fahr schon mal den Müllcontainer vor!

Da werde ich wohl noch etwas nacharbeiten müssen.

Nachtrag: Das Problem kann umgangen werden, wenn man andere Ausgabeformate (MPEG) benutzt.


Das „weg“ ist das Ziel

Ja ja, es gibt so manches, was man mal lustig fand und dann später doch recht rasch verschämt unter den (Schneide-)Tisch fallen lässt. Hüstel, hüstel. Und man denkt sich:  Wie kam man nur auf eine solch‘ bescheuerte Idee?

Also zur Zeit fliegt so die eine oder andere Einstellung betont unauffällig raus. Den Göttern sei Dank, dass das nie jemand sieht. Wie zum Beispiel das Gemälde an der Wand mit dem exzentrischen, verkehrt auf dem Gaul sitzenden Vorfahren. Was hatte ich den da ge…  ähh..  ..gessen, als ich das zusammenzimmerte? Nee nee: Schnitt! Cut! Hobel! Säbel! ..und zwar schleuuuuunigst.


Das „PLOPP“ in F-Dur

Foley-Artist bei Ludwig XIV

Foley-Artist bei Ludwig XIV

Witzig ist es ja schon den Tonschnitt zu machen. Das Knarren der Tür, der Einsatz der Gruselmusik, das Heulen des Sturms, das Pling der gehobenen Augenbraue … äh … na ja, vielleicht habe ich doch zu viele Tom&Jerry’s gesehen.

Nein, das soll ein ernster Film werden. Jawohl! Eine Verfilmung gehobener Weltliteratur. So, und jetzt nimmt das Gespenst dramatisch den eigene Kopf ab … und .. äh .. wo habe ich nochmal „Sektkorken3.wav“?

Also neeee. Reiß dich zusammen! So sehr man auch am heimischen PC über all die Soundzimmerei prustet, das muss alles wieder raus  … oder? Aber es klingt halt so schön..  äh .. blöd …

Und so hört sich das dann an: CGhost Soundtest Szene 11 🙂


Ich schau dir auf die Lippen, Kleines

Aktuell arbeite ich am Synchronschnitt – also die Sprachaufnahmen lippen-synchron auf die Animation zu legen. Das macht Arbeit, aber auch Spaß. Die Charaktere werden richtig lebendig, wenn endlich nicht nur zu sehen, sondern auch zu hören ist, warum sie zum Beispiel plötzlich die Augenbraue vielsagend heben.

Allerdings gibts kleine Probleme mit der Schnitt-Applikation von Blender. Was im Bearbeitungsmodus noch alles perfekt aussieht, weil man buchstäblich hunderte von Sound-Schnippseln genauestens hin- und hergerückt hat, wirkt dann nach der Ausgabe des Ganzen in eine Filmdatei plötzlich unsynchron. Ich muß jedesmal vor einer Dateiausgabe alle Tonspuren (und es sind inzwischen einige) um 12 Filmbilder nach vorne verschieben, damit es im fertigen Film synchron wirkt. Und anschließend wieder alles auf die Ursprungsposition, damit es im Editor korrekt ist. Merkwürdig. Aber ist wieder nur eine der Erfahrungen, die man so macht .. es wird sich schon alles auflösen … hoffe ich jedenfalls.


How to make an animated movie

Der ganze Trick beim Trickfilm-Machen:

Werbekampagne von (c) Canal+, Realisierung BETC EURO RSCG, Paris. Zum Vergrößern anklicken.


Und … CUT!

Grafik von Jojo (blog.beetlebum.de)

Grafik von Jojo (blog.beetlebum.de)

Na, gut sieht er aus, der Sequenzer vom  neuen Blender, Version 2.5. Da kann das Filme-Schneiden doch mal richtig los gehen. Szenen und Sounds lassen sich bequem per Drag&Drop (endlich!) auf die Schnittspuren ziehen, verschieben, umstellen, zurechtrücken ..  etc. Und es gibt über 500 Arbeitstracks für Bild und Ton – Whow!

Fix sind Übergänge definiert und alles lässt sich so wunderbar verändern, testen und wieder nachbessern. Da würde der Schnitt richtig Spaß machen.

Würde!

.. tja .. wenn die neuen Version 2.5 das Filmbild anzeigen WÜRDE! Aber leider bleibt das Vorschaubild beharrlich leer. Nichts zu sehen. Und im Blindschnitt bin ich, ich muss es leider zugeben, recht unbeholfen. Und in Folge dessen – kannst Du das vergessen!

Wie der Trailer dennoch fertig wurde? Na ja, ich musste auf die Version 2.4 zurückgreifen. Die ist zwar umständlicher zu bedienen, aber sie funktioniert wenigstens.