3D Animation

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Na, wo haben wirs denn?

In seinem Lager für Gruseliges hat das Gespenst so einiges in petto. Wo waren nochmal die Schrumpfköpfe und die Leichentücher? Na ja, mal sehen ob er es bei der Beleuchtung findet. Ich bin immer noch dabei die Animationen zu überarbeiten und die Ausleuchtung zu korrigieren.
Katakombe101c
Wenns auf meinem Monitor gut aussieht, kanns auf einem anderen mal wieder zu dunkel sein. Na ja .. ich arbeite dran.

Atomare Animation

IBM Research, Almaden, erstellte eine Animation mit den bislang kleinsten, je verwendeten Bildpunkten: CO-Moleküle  (Carbon Monoxide Molecules/Kohlenmonoxid). Dies sind jeweils zwei aufeinander sitzende Atome aus Kohlenstoff und Sauerstoff. Mittels eines Tunnel-Raster-Microskops, dessen Abtastspitze auch nur ein Atom breit ist, wurden einzelbildweise die Atompaare versetzt und dann mittels gleicher  Technik als Filmbild abgetastet. Das Ergebnis ist eine Amination mit dem Titel “A Boy and His Atom”:

Wie du siehst, siehste nichts

In dieser Szene reiten Virginia und ihr Verehrer durch einen Wald bzw. Park. Da ich die Sequenz neu ausleuchte, sind die Charaktere nicht drin -  nur eines der Pferde, als Größenvergleich.

Park10b

Nun fiel mit auf, dass nachdem ich die Wassertextur animiert habe, die Spiegelung der Brücke im Wasser plötzlich so gut wie weg ist?! Sehr merkwürdig. Da werde ich wohl noch ein wenig herumschrauben müssen …

Aber die gute Nachricht ist, dass Blender auch mit den nun vollständig in voller Auflösung (HD) gerenderten Szenen keinerlei Probleme hat – und es sind immerhin mehr als 50.000 Frames, die -zig Gigabyte ausmachen! Respekt!

Wo Licht ist, ist auch …

Hier mal wieder ein kleines Update aus der Filmproduktion :-) Immer noch plage ich mich mit der Ausleuchtung dunkler Szenen. Nachdem ich beschlossen hatte, alles generell etwas heller auszuleuchten, damit man auch auf dunkler kalibrierten Bildschirmen etwas sieht, gibt es immer wieder Überraschungen. Zum Beispiel hier: CantervilleGhost_Film_OtisBedroom2Dies ist das Schlafzimmer von Mr. und Mrs. Otis. Nachdem ich zusätzliche Scheinwerfer eingefügt hatte, waren plötzlich unerwünschte Schatten da. Seit wann wirft denn eine leuchtende Petroleumlampe einen Schatten (links unter dem Bilderrahmen) ?

Uff .. da werde ich wohl mit der Umverteilung der Kulissen auf verschiedene Layer arbeiten müssen – plus getrennter (Layer-Only) Ausleuchtungen. Ob der Zuschauer es später zu würdigen weiß, welch kniffelige und langwierige Arbeit auch in einer nur 15 Sekunden langen Szene liegen kann?

Also husch, husch, raus aus dem Bett. Wir bauen das Schlafzimmer um …

Audrey Hepburn wieder vor der Kamera

Audrey Hepburn war jüngst in einer britischen Schokolade-Werbung zu sehen. Was etwas erstaunlich ist, da die Filmikone bereits am 20. Januar 1993 verstarb. Doch CGI machts möglich:

Es gab ja bereits öfter die Drohung, bekannte Stars wieder auferstehen und neue Filme machen zu lassen. Aber wer will das wirklich? Wenn die Figur auch noch sehr von einem Immitator motio-gecaptured wird, es wird nie das original Charisma entstehen. So gilt auch bei diesem Film: Na ja, wenn man gaaaaaaaanz genau hinsieht .. hmmm .. Audrey nicht so ganz echt, oder?

VFX: Mit dem Oscar® in die Pleite

GruenDas nebenstehende Grün zeigt die typische Greenscreen-Farbfläche, wie sie bei Realaufnahmen an jenen Stellen im Bild plaziert wird, an denen später noch am Rechner erstellte VFX-Bildteile eingesetzt werden. Und dieser Greenscreen ist jetzt ein Protestzeichen.

Zur Zeit protestieren weite Bereiche der VFX-Branche gegen die aktuelle Kriese. Ein VFX-Studio nach dem anderen geht in die Insolvenz und VFX-Artists sind die Leidtragenden. Nicht selten stehen sie urplötzlich auf der Strasse und warten auf ihr Geld. So war es ein Schock als die von James Cameron gegründete Digital Domain dicht machte. Pixomondo ( Oscar® für ihre Arbeit an Martin Scorseses Hugo) schließt ihre Niederlassungen in London und Detroit. Jüngstes Beispiel ist Rhythm & Hues (R&H), die VFX-Schmiede, die für die Effekte im Oscar®-prämierten Life of Pi verantwortlich zeichnete. Quasi während dem R&H-Team für diese Arbeit der dritte Oscar® für “Best Visual Effects” überreicht wurde, verloren sie z.T. noch unbezahlt ihren Arbeitsplatz, da R&H Insolvenz anmeldet hatte.

Creative Commons (Name, NonCommercial)Jeff Heusser

Foto: Jeff Heusser, Creative Commons (Name, NonCommercial), von flickr vfxunite

Mit verantwortlich für die Situation wird der harte Konkurenzdruck gemacht, innerhalb dessen sich VFX-Studios gegenseitig unterbieten um prestigeträchtige Projekte an Land zu ziehen. Als weiterer Grund gelten die hohen Vorlaufkosten für Research & Development, die VFX-Unternehmen haben, um Effekte zu kreierern, die mit Standardmittel nicht zu erzielen sind. Wenn dann Aufträge verschoben oder zurückgezogen werden, geht das rasch an die Substanz.

Wer hätte sowas noch vor Jahren für möglich gehalten, aber während der diesjährigen Oscarverleihung gingen fast 500 Artists von VFX-Unternehmen in Los Angeles auf die Straße und demonstrierten vor dem Dolby Theater. Auch in New York, Neuseeland und Kanada kam es zu Protesten->  s. Hollywood Reporter und FX Guide.

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Disney’s Paperman online

Die Walt Disney Animation Studios haben soeben ihren  Oscar(c)-nominierten Kurzfilm Paperman (deutsch: Im Flug erobert) auf den Disney Animation YouTube Channel eingestellt. Hier der Kurzfilm, der bislang als Vorprogramm zu Ralph reichts in den Kinos lief, frei und in voller Länge für jederman:

NACHTRAG: Und “Paperman” bekam den Oscar(c) als Bester animierter Kurzfilm.

Bozzetto is back

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(C) Bruno Bozzetto

Bruno Bozzetto hat einen neuen Kurzfilm herausgebracht: “RAPSODEUS“.

Die italienische Zeichentricklegende Bruno Bozzetto wurde bekannt mit Serien wie “Herr Rossi …“, “LilliPutPut” oder “Otto“, sowie seinen Langfilmen “VIP – Mein Bruder, der Superman” und “Allegro non troppo“. Meisterstücke sind seine kleine Verkehrserziehung YES&NO sowie sein augenzwinkernder Vergleich zwischen seiner Heimat und Rest-Europa “Europa & Italia“. Sein “Cavallette” wurde 1991 für einen Oscar(c) in der Kategorie „Bester animierter Kurzfilm“ nominiert.

In seinem aktuellen Film “RAPSODEUS” schildert Bozzetto in dem für ihn tytpischen Stil den Hang des Menschen zu blutiger Auseinandersetzung. Der Kurzfilm entstand als Mischung aus digital animierter 3D–Grafik sowie traditiioneller 2D–Animationen. Das Ganze ist perfekt auf die Musik abgestimmt, der Ungarischen Rhapsodie Nr. 2 von  Franz Liszt. Ein Musikstück, dass übrigens im Trickfilmsektor äußerst beliebt ist und bereits in mehreren Filmen Verwendung fand. Doch hier ist Bozzetto’s Fassung: (Copyright beachten! Dies ist die offizielle Veröffentlichung auf Bozzetto’s Youtube-Kanal.)

Verdunkelungsgefahr

Nachdem ich eine zusätzliche Szene eingefügt habe, hatte ich auch ein zusätzliches Problem am Hals. Mir fehlte noch eine kurze Sequenz, in der zu sehen ist, wie sich die Familie Otis in ihre Schlafzimmer zurückzieht. Also her mit dem Flur-Set, alle Beteiligten reingestellt und Türen aufmachen lassen damit sie dahinter dann verschwinden. Anschließend soll das Licht im Flur erlöschen. Und da wurde es merkwürdig: Einige Gegenstände bekamen dann merkwürdige Flecken:

FlurAusleuchtung4

Da stimmt noch etwas nicht mit den Materialien oder der Beleuchtung. Ich arbeite dran …

NACHTRAG: Nachdem ich bei der Lampe, die  mit dem blauen Halo von links durchs Fenster scheint, das Häkchen bei Difuse weggenommen habe, ist der Fleck weg.

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Die hat `nen Schatten!

Beim Versuch ältere Scenen etwas aufzumöbeln, zeigen sich neue Probleme. Offenbar stimmt nach der Konvertierung der Blender-Files von 2.49 auf das 2.62-Format etwas an der Ausleuchtung nicht mehr. So wirft Virginia beim Verlassen des Schlosses einen recht merkwürdigen Zweit-Schatten.  Rechts neben ihr, auf den Treppenstufen flackerts sonderbar (Hier ein Ausschnitt ohne Dirtmap und Efeu, damit es besser zu sehen ist):

Das zeigt sich leider bei allen älteren Szenen, die Tagesausleuchtung haben.

Tests haben gezeigt, dass es nicht am Objekt liegt AUF DIE die Schatten fallen. Deren Normale sind korrekt. Irgendetwas stimmt offensichtlich mit dem Lampen nicht mehr. Wenn ich die gesamte Ausleuchtung verwerfe und komplett neu aufbaue, ist alles korrekt ?!? Aber das wäre der Wahnsinn, wenn ich alles nochmal machen müsste … uff … Mal sehen, ob die Kollegen auf  blendpolis.de eine Idee dazu haben.

NACHTRAG: Nachdem ich die Ausleuchtung völlig neu aufgebaut habe (alle Lampen gelöscht und neue eingefügt) ist der Fleck weg.

Virginia am Tor

Keine Ahnung, warum er entstand. Wahrscheinlich hatte es damit zu tun, dass ich für diese Szene eine vorhandene Szene mit Nachtausleuchtung hernahm und nur die Lampen in Farbe und Helligkeit verändert hatte ?!?

2. NACHTRAG: Nachdem das Problem erneut auftrat, konnte ich endlich den Grund finden: Es lag daran, dass eine Area- bzw. Hemi-Lamp eine Textur(!) hatte. Sobald ich die Textur entfernte, war das Flackern weg. Es ist wohl so passiert, dass ich zunächst einen Spot eingerichtet habe, dem eine Textur mitgab und dann den Spot zur Hemi-Lamp machte. Nach wie vor ist eine Textur beim Spot überhaupt kein Problem – aber bei Area/Hemi schon. Uff .. na jetzt weiss ich wenigstens wo man suchen muss.

Blender 2.65 erschienen

blender-2.65Von Blender ist die Version 2.65 erschienen.

Wichtigste Neuerung:

  • * Smoke simulator now supports fire, adaptive domains and interaction with moving objects.
    * Cycles now has official Open Shading Language support and motion blur.
    * Bevel tool has improved rounding.
    * Decimate modifier now preserves UV coordinates and vertex colors.

Download unter http://www.blender.org/download/get-blender/

Herbsttage in Canterville

In den letzten Tagen habe ich die Tagesausleuchtung mehrerer Szenen überarbeitet. Tja, es ist nicht nur duster in den alten Gemäuern. Vier der 22 Szenen spielen am helllichten Tage. Da hätten wir das Speisezimmer …

Esszimmer von Schloss Canterville. Originalausleuchtung.

Der bewaldete Hain von Schloss Canterville. Originalausleuchtung.

… oder den bewaldeten Hain neben dem Schloss. Das ideale Plätzchen für die Aquarell-malende Virginia.

Bei der letzten Einstellung gibts allerdings noch Probleme. Bei dem großen Baumstamm links im Bild erscheint im unteren Drittel eine Kette von hellen Punkten, die da nicht gewollt sind. Keine Ahnung woran das liegt. Da frage ich mal bei den Kollegen in Blendpolis.de nach.

NACHTRAG: Das Problem bei der Waldszene ist gelöst. Es lag an der verwendeten Baumrinde-Textur. Eine kleine Korrektur in den Offset-Einstellungen ließ die hässlichen Flecken verschwinden.

Shortlist der Oscar(c)-nominierten Animationsfilme 2013

Die nominierungswürdigen Animationsfilme für den Oscar(c) 2013 wurden bekanntgegeben, die so genannte Shortlist. Aus dieser Vorauswahl aus 21 Filmen werden dann fünf zur Endausscheidung gewählt. Letztes Jahr schaften es nur 18 Filme auf die Liste.

* Adventures in Zambezia
* Brave (Merida – Legende der Highlands)
* Delhi Safari
* Dr. Seuss’ The Lorax
* Frankenweenie
* From Up on Poppy Hill
* Hey Krishna
* Hotel Transylvania
* Ice Age Continental Drift
* A Liar’s Autobiography: The Untrue Story of Monty Python’s Graham Chapman
* Madagascar 3: Europe’s Most Wanted
* The Mystical Laws
* Le Tableau (The Painting )
* ParaNorman
* The Pirates! Band of Misfits
* Le chat du Rabbin (The Rabbi’s Cat)
* Rise of the Guardians
* Secret of the Wings
* Walter & Tandoori’s Christmas
* Wreck-It Ralph
* Zarafa

Die fünf endgültig Nominierten werden am 10. Januar 2013 bekanntgegeben und die eigentliche Oscar-Verleihung findet dann am 24. Februar 2013 im Dolby Theatre in Los Angeles statt.

NACHTRAG: Die letztendlich nominierten fünf Filme sind:
* Merida – Legende der Highlands (Brave) – Pixar / Mark Andrews, Brenda Chapman
* Frankenweenie – Disney / Tim Burton
* ParaNorman – LAIKA / Sam Fell, Chris Butler
* Die Piraten! – Ein Haufen merkwürdiger Typen (The Pirates! Band of Misfits) – Aardman / Peter Lord
* Ralph reichts (Wreck-It Ralph) – Disney / Rich Moore

NACHTRAG: Und “Merida” bekam den Oscar(c) als Bester animierter Langfilm.

Düstere Katakomben

Das Wochenende habe ich mit der Überarbeitungen von Ausleuchtungen der dunkelsten Schauplätze meines Films verbracht: Die Katakomben von Schloss Canterville.

Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob es zu dunkel ist und man auf einigen Monitoren später kaum etwas sehen wird. Aber wenns zu hell wird leidet die Stimmung … ?!

Hier einige Standbilder aus dem Film – in Originalausleuchtung.



Gewinner des Suzanne Award 2012

Die Gewinner des Suzanne Award / Animation Festival stehen fest. Sie wurden auf der soeben beendeten Blender Conference, Amsterdam gewählt. Und hier die Sieger:

* Best Animation: Park, Daniel Martinez Lara

* Best Design: Reversion, Giancarlo NG

* Best short film: Our New World, Niklas Holmberg

Ein Glückwunsch den Gewinnern. Hier die Liste aller Nominierten.

Premiere von “Tears of Steel”

Das vierte Open Movie Projekt der Blender Foundation hat heute Premiere: “Tears of Steel“.

Unter der Regie von Ian Hubert entstand ein Kurzfilm in dem Realaufnahmen mit Science Fiction Elementen angereichert wurden. Die Story spielt in einem Amsterdam der Zukunft.

Mit dieser Produktion soll gezeigt werden, dass die gesamte Pipeline für VFX mit Blender abgedeckt werden kann – vom Camera Tracking über Rotosscoping bis hin zum Color Grading.

Sowohl der fertige Film als auch alle verwendeten Elemente werden frei veröffentlicht und sind dann kostenlos für jeden zu haben. Wer jedoch die Blender Foundation unterstützen möchte, kann die Open Movie DVD Box erwerben.

Und hier der komplette Film:


Der Link zum Film: http://www.youtube.com/watch?v=R6MlUcmOul8

Grisseliges Feuer

Zurzeit kämpfe ich mit den kleineren und größeren Effekten im Film. Hier ist eine ältere Szene, die noch mit Blender 2.49b erstellt und gerendert wurde. Jetzt hatte ich mich entschlossen die alten Szenen alle nochmal mit 2.62 zu rendern und musste daher die Effekte anpassen. So auch die Feuer-Sachen.

Aber das mit dem neuen Smoke/Particle-System erstellte Feuer sieht in der Nahaufnahme etwas “grisselig” aus, so als betrachte man es durch eine halbtransparente, stehende Sand-Textur. Blöderweise ist der Effekt nach dem Hochladen des Beispielvideos auf Vimeo nicht mehr so deutlich zu sehen (die rendern die Videos ja nochmal). Aber man siehts noch, wenn man auf die Ausläufer der Flammen schaut.

Mal sehen, was die Cracks der Blender-Community dazu meinen.

NACHTRAG: Die Ursache ist gefunden. Bei den Eigenschaften der SmokeDomain lässt sich unter “Integration” der Wert “Step Size” einstellen. Je kleiner dieser Wert, je feiner die Partikelübergänge/-ränder. Es scheint sich hier um eine Art Oversampling für Partikel zu handeln. Der Standardwert ist 0.200 – ich habe ihn auf ein Viertel reduziert und so bei 0.050 sehr schöne Flammen erzeugen können.

10 Jahre Blender Open Source

In diesem Jahr hat Blender ein besonderes Jubiläum. 2002 wurde es von vielen Untersützern “freigekauft” und ist seitdem als Open Source Projekt allen kostenlos zugänglich. Auf der diesjährigen Blender Conference in Amsterdam wird dies gebührend gewürdigt.

Suzanne Award

Suzanne Award

Außerdem findet wieder ein Suzanne Award / Animation Festival statt. Blender Filmemacher können ab sofort ihre Werke einreichen. Alle Informationen dazu gibts hier: http://www.blender.org/community/blender-conference/festival-announcement. Deadline ist der 1. October 2012.

Die besten werden in einem 90-minütigen Programm im Kino “De Balie” präsentiert. Eine Juri zeichnet die allerbesten in den Kategorien

1. Best short film
2. Best character animation
3. Best designed short film

mit dem Suzanne Award aus.

Die Gewinner des letzten Jahres finden sich hier.

Love Sport

Studio AKA, London, präsentiert die passende Animationsserie “Zu Ehren der *hust* 2012 Global Sport Days(TM) in London“. Man beachte die Formulierung, die den pingeligen Copyright-Wächtern over there at “The Old Smoke” aus dem Wege geht. 15 Love Sport-Kurzfilme von Regisseur Grant Orchard. Bewust im schlichten, qubistischen Stil gehalten aber mit viel *hust* großbritannischem Humor. Zwei Beispiele:

Synchronschwimmen

Fechten

Hier gibts alle 15.

 

Raschel, Tock, Ploing

Zurzeit schreibe ich etwas weniger hier im Blog, was daher kommt, dass ich voll mit der Produktion beschäftigt bin. In den letzten Tagen und Wochen wurden einige Szenen verbessert und vor allem der Soundtrack vervollständigt.

Das obige Bild zeigt z.B. einen Ausschnitt aus den Tonspuren der ersten 10 Minuten. Nach den Bildspuren (unten, blau) folgen mehrere Musik- und Dialogspuren und darüber so um die 25 Effektspuren.

Es ist manchmal erstaunlich wieviele Soundtakes nötig sind um einen kleinen Filmmoment so recht lebendig werden zu lassen. Überschlagsmäßig rechne ich mit so etwa 100 Soundtakes pro Minute. Das ergäbe dann so an die 3000 für den ganzen Film. Das kann hinkommen.

Wer sich jetzt fragt, warum das so viele sind, dem gebe ich zu bedenken, dass ein Trickfilm nun mal keinen O-Ton hat und alles, aber auch alles an Geräuschen aus der Soundbibliothek hinzugefügt werden muss. Dabei verlasse ich mich auf mein in Jahren aufgebautes, recht brauchbares und recht umfangreiches Soundarchiv. Es enthält vor allem native Geräusche – soll heißen isolierte Einzelgeräusche. Also nicht “Autounfall”, sondern “ReifenQuitschen6″, “Glasbruch18″, “Metallschlag14″ plus “Schaben21″. Dadurch lassen sich Klangkompositionen genau aufs Bildgeschehen hin zusammenstellen. Und Spass macht es auch noch, wenn man sich seine Klänge so individuell selbst strickten kann :-)

Aber es macht natürlich Arbeit. Gestern abend hatte ich das Scheppern des Teeservice auf dem Tablett in der Hand der erschrockenen Haushälterin. Mit all dem Porzellan-, Glas-, Metalllöffel-, Flüssigkeitsgluckser- und Holz-Geräuschen (inklusive der Comic-”Wusch’s”) waren es 12 quasi-parallel angelegte Takes für mal gerade eine halbe Sekunde.

Dumm ist nur, dass Blender zwar grundsätzlich damit zurechtkommt, sich aber gelegentlich, beim zu schnell hintereinander gestarteten Testhören, an den vielen kleinen Takes verschluckt und abstürzt. Dann bleibt dir nichts anderes übrig als Neustart & Alles-Nochmal-Bitte. PLOOIIINNNNG …

PS: Aus dem Nähkästchen geplaudert: Wenn man manchmal so nachts um 3 langsam müde wird, kommen einem die blödesten Einfälle. Als das Gespenst sein unheimliches Leuchten verliert und erst nach etwas Klopfen aufs eigene Skelett wieder in Neongrün erstahlt (siehe Trailer), legt man fürs “Licht-wieder-an”-Geräusch auch gerne mal den Windows-Boot-Sound an :-) .. und entfernt es nach dem Abkichern ganz schnell wieder.

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